Offenblatt: Unser Beitrag im politischen Meinungsforum
Durchbruch für Zell-Weierbach
Der Gemeinderat hat eine richtungsweisende Entscheidung für Zell-Weierbach getroffen: Das Gremium stimmte dem Kauf des Gebäudes in der Weingartenstraße/ Ecke Weinstraße zu und ebnete damit den Weg für den Bau eines Kreisverkehrs in der Ortsmitte.
Diese Maßnahme war in den letzten Wochen immer wieder Gegenstand intensiver Debatten. Sowohl im Rat als auch in der Bürgerschaft wurde um eine Positionierung gerungen. Während die Stadtverwaltung den Erwerb der Immobilie sowie den Bau des Kreisverkehrs ablehnte, zeigte sich auch der Gemeinderat zunächst gespalten. In den zuständigen Ausschüssen war das Vorhaben gleich zweimal gescheitert. Umso erfreulicher ist es, dass nun doch noch die Wende kam: Im Rahmen der Haushaltsreden und durch unsere eindrückliche Formulierung stimmte eine große Mehrheit des Rates letztlich zu.
Mit der Entscheidung wird zugleich der einstimmige Beschluss des Ortschaftsrats bezüglich dieser Maßnahme berücksichtigt, der zuvor keine Beachtung fand – ein Grundsatz, der uns besonders wichtig ist. Vor Ort war die Unterstützung für den Kreisverkehr von Beginn an groß. Viele Bürgerinnen und Bürger sowie auch wir sehen in dem Projekt eine dringend notwendige Verbesserung der Verkehrssituation.
Der Ortsteil steht vor wachsenden Herausforderungen: Mit dem Bau der neuen Feuerwache und der Erweiterung der Schule ist in den kommenden Jahren mit einem deutlich höheren Verkehrsaufkommen zu rechnen. Der geplante Kreisverkehr soll hier für Entlastung sorgen, den Verkehrsfluss verbessern und die Sicherheit für alle erhöhen.
Die nun gefundene Mehrheit sehen wir auch als starkes Signal nach außen. Trotz unterschiedlicher Ausgangspositionen ist es gelungen, eine gemeinsame Entscheidung im Sinne des Ortsteils zu treffen – und das über Parteigrenzen hinweg. Wir bedanken uns bei allen, die sich so engagiert für dieses Thema eingesetzt haben und freuen uns auf die zeitnahe Umsetzung, idealerweise im Zuge der Umbaumaßnahmen in der Ortsmitte.
Mario Vogt