Offenblatt: Unser Beitrag im politischen Meinungsforum
Baustellenstadt Offenburg?
Die Zahl der Baustellen in Offenburg ist derzeit unübersehbar, was bei vielen Bürgerinnen und Bürgern für Unmut sorgt. Besonders in der Innenstadt ist das Stadtbild von Baugruben und Bauzäunen geprägt. Doch wir sind der Überzeugung, Geduld zahlt sich aus!
Im Herzen unserer Stadt wird der Marktplatz mit einem Baumhain aufgewertet. Was aktuell nach Einschränkung aussieht, wird schon bald mehr Aufenthaltsqualität, Schatten und ein attraktiveres Stadtbild schaffen. Parallel dazu laufen die Arbeiten für die Fernwärmeversorgung, unter anderem in der Steinstraße und am Fischmarkt. Diese Maßnahmen sind ein zentraler Baustein für eine zukunftsfähige Energieversorgung. Gleichzeitig werden neue Bäume gepflanzt, was dem Klima und der Aufenthaltsqualität zugutekommen wird.
Ein Kran in der Hauptstraße versperrt derzeit einseitig den Fuß- und Busverkehr, in der Wasserstraße wird an der Brücke gearbeitet, und perspektivisch stehen weitere Großprojekte an: die Unionbrücke, die Eisenbahnbrücke in der Badstraße, der Sportpark Süd, die Landesgartenschau sowie einige Bauvorhaben in den Ortsteilen. All diese Vorhaben sind notwendig, um die Energiewende voranzubringen sowie die Infrastruktur zu modernisieren.
Uns ist bewusst, dass all diese Maßnahmen auch eine Belastung darstellen: Umleitungen, Lärm und eingeschränkte Erreichbarkeit verlangen uns einiges ab. Dennoch handelt es sich nicht um isolierte Einzelprojekte, sondern um gezielte Investitionen in die Zukunft Offenburgs. Wir schaffen moderne Infrastruktur, verbessern die Lebensqualität und stellen die Weichen für kommende Generationen.
Wir bitten daher um Verständnis und Geduld. Die aktuellen Unannehmlichkeiten sind zeitlich begrenzt, die Vorteile jedoch langfristig. Die Verwaltung bitten wir, Planungs- und Genehmigungsprozesse mit höchster Priorität zügig und effizient voranzutreiben und vor allem nicht nur technisch die einfachste Lösung umzusetzen, sondern die für das Umfeld verträglichste.
Am Ende werden wir alle von einer attraktiveren, nachhaltigeren und besser aufgestellten Stadt profitieren.
Stefan Konprecht